Ode an Altenbüren

von Günther Bange

Kreuz und quer durch Altenbüren.


Wo die Möhne entspringt,
wo man mit Herzblut singt.
Wo man begeistert musiziert,
gutes miteinander praktiziert.
Wo echte Freude - als Lebenselixier,
jeder Fremde sagt: Ich bleibe hier.
Wo der Säugling schon - im Vereinsregister,
immer verlässlich - der dienstälteste Küster.
Wo Tradition und Glaube - unbeirrt,
der liebe Gott - den Weg geführt.
Wo man mit sportlichem Eifer - Punkte sammelt,
und sich am Möhnekump - versammelt.
Da, wo Industrie und Umwelt - sich gut vertragen,
wir ohne Schnörkel - unsere Meinung sagen.
Wo Selbstbewusstsein - ausgeprägt,
da wird lebendige Gemeinde - vorgelebt.
Ja, Altenbüren lebt von Gegensätzen,
mit beschaulich, angenehmen Plätzen.
Stolz mit Natur, mit eigenen, lebendigen Formen,
gegen hektischen Verkehr - und seinen Normen.
Eingefangen von seltener - Harmonie,
die auf dem Boden der Beständigkeit - gedieh.
Kein Theaterhaus - im großen Stiel
Doch gewachsene Bindungen - und ein ausgeprägtes „Wir Gefühl“.
Im Einklang, fast im Überfluss,
das man gesehen haben muss.
Felsbrocken aufgetürmt - von vielen Händen,
zu klotzig, schönen , - markanten Wänden.
Unermüdlich - in diesem Bestreben,
haben geschickte Hände - unserem Dorf ein neues Gesicht gegeben.
Ein Meisterwerk, - geschaffen in Intervallen,
beispielhaft, - und geschätzt von allen.
Respekt auch, - was Frauen im Dorf erreicht,
ist der Beweis, - gemeinsam ist alles schwere leicht.
Dazu vom bizarren Bergmassiv,
Vom Steinberg, - die Gottesmutter grüßt.
Besinnliches, - ein Ort der Stille,
und dies` war wohl - Gottes extra Wille.
Faszinierendes Erlebnis, - der besonderen Art,
Panoramablick, - Glücksgefühl für den – der unsere Welt bejaht.
Eindrucksvoll, geformt zu Dokumenten,
Unser Dorfarchiv, regt an zu eigenem Denken.
Historisch, kulturelles Erinnerungsgut,
bezeugt ein Buch : Ein Dorf erinnert sich.
Altenbürener die Erinnerung in sich tragen,
an verbrannte Erde, an schmerzlich, verzweifelnden Tagen.
Zu tief sind die Spuren eingegraben,
die folgenschwer fanatischen Wahnsinn offenbaren.
Nur wer vergisst, der Trauer sich entzieht,
erkennt durch den Verzicht, dass Schicksal auch verbindend ist.
Übergang zum „ja“ für inneren, äußeren Wandel,
für Vertrauen, Ausgangspunkt zum Handeln.

Zukunft baut auf Herkunft auf,
gibt Orientierung, und Richtung im Lebenslauf.
Die Chance ist groß, das sie gelingt,
wenn jeder nur sich selbst einbringt.
Bereitschaft, Zutrauen, das einzige Maß,
nur frisch gewagt, Wir schaffen das !!